Reifenwissen - Mindestprofiltiefe

Mindestprofiltiefe

Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten gilt in Europa eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm für PKW- und Motorradreifen. Die gesetzlich festgelegte Profilgrenze bietet jedoch nur einen Rest an Sicherheit. Reifen- und Verkehrsexperten raten daher zu einer Mindestprofiltiefe von 3 mm bei PKW Sommerreifen und 2 mm bei Motorradreifen. Winterreifen verlieren einen Großteil Ihrer Wintertauglichkeit sogar schon ab 4 mm Profiltiefe. Die Profiltiefe bei PKW-Neureifen beträgt ca. 8 bis 9 mm. In einigen europäischen Ländern wie z.B. Österreich gilt ein Reifen mit Profiltiefe unter 4 mm als Sommerreifen und darf auf manchen Strecken im Winter nicht mehr gefahren werden.

Die Profiltiefe kann mittels einer Ein-Euro-Münze geprüft werden. Verschwindet der goldene Rand komplett im Profil, ist das Profil in Ordnung. Ist er jedoch mit dem Profil auf gleicher Höhe, ist das Reifenprofil noch ca. 3 mm tief.  Das ist gesetzlich ausreichend (Mindestprofiltiefe von 1,6 mm), aber nicht zu empfehlen.

Ob ein Reifen bereits bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe abgefahren ist, kann über die im Profilgrund der Lauffläche integrierten Abriebindikatoren (TWI - Tread Wear Indicator) festgestellt werden. Diese bilden bei 1,6 mm Restprofil im Profilgrund schmale durchgehende Stege. Die Lage der Abriebindikatoren ist ganz oben auf der Seitenwand durch kleine Dreiecke und die Buchstaben TWI gekennzeichnet.

Aufgrund der Fahrsicherheit sollte die Profiltiefe der Reifen mehrmals im Jahr geprüft werden. Die Mindestprofiltiefe von 1,6 mm ist ein rein gesetzlicher Wert. Für sicheres Fahren im Straßenverkehr sollte bereits ab 3 bzw. 4 mm Profiltiefe die Reifen gewechselt werden.

 

 

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