Reifendruckkontrollsystem - RDKS

 

Reifendruckkontrollsystem (RDKS) – Was ist das?

 

RDKS - Reifendruckkontrollsystem

Um den Reifendruck in Fahrzeugen konstant überprüfen zu können, werden sogenannte Reifendruckkontrollsysteme (RDKS; englisch: Tire Pressure Monitoring Systems (TPMS)) als Überwachungssysteme eingebaut. Mit diesem Überwachungssystem für den Reifendruck werden Informationen an den Fahrer übermittelt, wenn der Reifendruck in einem oder mehreren Reifen nicht korrekt ist. In diesem Fall wird eine Warnung  im Display des Fahrzeuges angezeigt. Das Reifendruckkontrollsystem (RDKS) erkennt Druckverluste und kann dadurch Unfälle, die beispielsweise durch Reifenplatzer verursacht werden, verhindern.

Ein korrekter Luftdruck in Reifen verkürzt Bremswege und verbessert die Kurvenlage, durch Reifendruckkontrollsysteme wird daher die Fahrsicherheit erhöht und Unfälle können vermieden werden. Außerdem ist der richtige Reifendruck maßgeblich für den Rollwiderstand und beeinflusst hierdurch den Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen und den Verschleiß, sowie die Laufleistung von Reifen.

 

 

 


Haben Reifendruckkontrollsysteme Vorteile?

 

Vorteile von Reifendruckkontrollsystemen

RDKS helfen dabei einen Druckverlust in Reifen rechtzeitig zu erkennen, dies erhöht die Fahrsicherheit und trägt gleichzeitig zum Umweltschutz bei. Des Weiteren sorgt der richtige Luftdruck in Reifen für eine optimale Haftung und Fahrleistung von Fahrzeugen und steigert somit die Fahrsicherheit auf Fahrbahnen.

Der Rollwiderstand wird durch einen korrekten Reifendruck verringert, was sich wiederum in einem verringerten Kraftstoffverbrauch widerspiegelt. Außerdem wird dadurch die Laufleistung der Reifen verlängert. Das bedeutet bei gleicher Fahrweise wird durch das Reifendruckkontrollsystem und dem somit sichergestellten korrekten Reifendruck, weniger Benzin verbraucht und zugleich weniger Kohlenstoffdioxid ausgestoßen. Sowohl Sicherheit, als auch Wirtschaftlichkeit werden durch den Einsatz eines RDKS gesteigert.

 

 

 

 


Ist es Pflicht ein RDKS im Fahrzeug zu haben?

 

EU-Verordnung RDKS

Ja, es ist europaweit Pflicht ein Reifendruck-Kontrollsystem zu haben, doch dies gilt noch nicht für alle Fahrzeuge. Seit dem 1. November 2012 wird von der EU ein RDKS bei neu typengenehmigten Fahrzeugen der Klasse M1/M1 G – Pkw, Geländewagen und Wohnmobile ab Werk gefordert.

Seit 1. November 2014 sind alle neu zugelassenen Pkw, Geländewagen und Wohnmobile mit einem Reifendruckkontrollsystem auszustatten. Auch in der Prüfliste der Hauptuntersuchung für alle neu zugelassenen Fahrzeuge ist das RDKS seit 1. November 2014 nun ein Bestandteil. Ist das RDKS funktionsunfähig, gilt dies nach §29 StVZO als geringer Mangel und muss unverzüglich beseitigt werden.

Diese EU Verordnung soll einerseits die Fahrsicherheit auf den Straßen verbessern und andererseits die Umwelt schonen, da mit Hilfe des korrekten Reifendrucks das Fahrverhalten und der Spritverbrauch, beziehungsweise der CO² Ausstoß, verbessert werden.

 


Muss das Luftdruck-Kontroll-System besondere Fähigkeiten haben?

 

Fähigkeiten des RDKS

Ein RDKS muss bereits bei der Herstellung eines Fahrzeuges eingebaut werden, da der nachträgliche Einbau eines RDK-Systems nicht mehr möglich ist.

 

Anforderungen, die an Reifendruckkontrollsysteme gestellt werden, sind in der EU- Norm (ECE-Regelung Nr. 64) festgelegt:

  • Optisches Warnsignal bei einem 20-prozentigen Druckverlust eines Reifens, sowie bei einem Mindestwert von 1,5 bar und bei auftretenden Störungen des Reifendruck-Kontroll-Systems – in einem Zeitrahmen von 10 Minuten.
  • Optisches Warnsignal bei 20-prozentigen, schleichendem Druckverlust in 1-4 Reifen
  • Eindeutige Erkennung von Druckverlust in einem Geschwindigkeitsbereich von 0-40km/h bis zur individuellen bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges.

 

 

 


Was für Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) gibt es?

 

Es wird grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Arten von Reifendruckkontrollsystemen unterschieden. Es gibt zum einen ein direktes sowie ein indirektes Messsystem für den Reifendruck.

Die Systeme zur Erfassung des Reifendrucks werden durch die Art der Erfassung des Reifendrucks unterschieden. Das indirekte Reifendruck-Kontrollsystem verwendet Raddrehzahlsensoren (ABS/EPS), die den Druckverlust über die Drehzahl des Reifens registrieren und somit den Reifendruck zu überwachen. Das direkte Kontrollsystem verwendet Sensoren, die in jedem einzelnen Rad verbaut sind, diese überwachen den Reifendruck und warnen den Fahrer im Fall eines Druckverlustes.

 


Wie funktioniert ein direktes RDKS?

 

Direktes RDKS

Das direkte Reifendruckkontrollsystem misst in jedem einzelnen Reifen den Reifendruck und die Temperatur, da jedes Rad mit einem Reifendrucksensor ausgestattet ist. Die Reifendrucksensoren erfassen die Daten und übermitteln diese über Funk an den zentralen Empfänger, im Falle eines Druckabfalls warnt dieser den Fahrer umgehend. Je nach Fahrzeugtyp werden Temperatur und Druck der Reifen auch im Bordcomputer angezeigt.

Werden weitere Reifensätze angeschafft, müssen ebenfalls Reifendruckkontrollsensoren (RDKS) mit angeschafft werden, dies bedeutet erhöhte Kosten. Dennoch machen sich diese Kosten durch eine gesteigerte Laufleistung und einen gesenkten Benzinverbrauch bezahlt. Außerdem erhöht sich die Fahrsicherheit mit Hilfe von direkten Reifenkontroll-Systemen.

Vorteile von direkten Reifenkontrollsystemen (RDKS) gegenüber indirekten Reifenkontrollsystemen:

  • akkurate Datenerfassung (Temperatur und Druckverlust)
  • Reifenpositionserkennung, Messung des Reifendruckverlustes auch bei stehendem Fahrzeug
  • Überwachung des Ersatzreifens

 

 


Was bedeutet indirektes Reifendruckkontrollsystem?


Indirektes RDKS

Im Gegensatz zum direkten Reifendruckkontrollsystem werden beim indirekten Reifendruckkontrollsystem keine zusätzlichen Sensoren zur Messung des Reifendrucks verwendet, sondern die bereits vorhandenen Raddrehzahlsensoren des ABS. Verringert sich der Luftdruck eines Reifens, erhöht sich dadurch dessen Rotation. Die Bordelektronik des Fahrzeuges erkennt, dass sich die Drehzahl des Rads erhöht hat und eine entsprechende Fehlermeldung wird an die Steuereinheit gesendet.

Die Steuereinheit generiert dann eine Fehlermeldung, die dem Fahrer im Display des Bordcomputers angezeigt wird. Durch die Verwendung der bereits vorhandenen Sensoren des ABS entfällt beim Reifenwechsel die Wartung zusätzlicher Reifendrucksensoren. Es müssen daher keine spezialisierten Werkstätten aufgesucht werden und zusätzliche Kosten durch die Ausstattung von Sommer- und Winterreifen mit den Reifendrucksensoren entfallen.

 

 

 


Welche Besonderheiten gibt es bei Fahrzeugen mit direktem RDKS?


Was muss ich bei einem direktem RDKS beachten?

Bei Fahrzeugen mit direktem Reifendruckkontrollsystem werden zusätzliche Reifendruck-Sensoren verwendet. Bei einer Reifenpanne ist es dem Fahrzeughalter daher nicht möglich, einen Reifenwechsel selber vorzunehmen. Dieser muss von einer spezialisierten Fachwerkstatt durchgeführt werden, da der Reifendruck-Sensor mit der Bordelektronik synchronisiert werden muss. Wird der Reifendruck-Sensor nicht fachgerecht synchronisiert, kommt es zu Fehlermeldungen des RDKS.

Des Weiteren muss beachtet werden, dass beim Kauf von Neureifen bzw. neuen Kompletträdern ebenfalls die passenden Reifendruck-Sensoren beschafft und eingebaut werden müssen. Sollte bei der HU festgestellt werden, dass das Reifendruckkontrollsystem nicht voll funktionsfähig ist, wird dies nach § 29 StVZO als geringfügiger Mangel bewertet. Geringfügige Mängel müssen laut Gesetz unverzüglich durch den Fahrzeughalter beseitigt werden.

 

 

 

 

 


Ist es möglich, Kompletträder mit RDKS selbst zu montieren?


Kann ich RDKS Reifen selbst montieren?Ein indirektes Reifendruckkontrollsystem basiert auf den bereits vorhandenen Raddrehzahlsensoren des ABS. Somit bedürfen die Kompletträder dieses Systems keiner zusätzlichen Reifendrucksensoren und für die Montage ist das Aufsuchen einer Werkstatt nicht zwangsläufig notwendig.

Bei Fahrzeugen mit direktem RDKS ist das Aufsuchen einer spezialisierten Fachwerkstatt für die Rädermontage zu empfehlen. Zum Einen müssen die Reifendrucksensoren bei jedem Radwechsel auf deren Verschleiß überprüft werden, um die Funktionsfähigkeit des Reifendruckkontrollsystems zu garantieren. Zum Anderen können nicht alle Reifendrucksensoren durch das Fahren einer kurzen Strecke angelernt werden. Viele Reifendrucksensoren müssen über eine sogenannte OBD-Schnittstelle angelernt werden. Nur speziell ausgebildete Fachkräfte können diese Sensoren so anlernen, dass eine problemlose Kommunikation zwischen Sensor und Bordelektronik stattfinden kann.

 

 

 

 

 

 


Ist es notwendig, ein Reifendruckkontrollsystem nachträglich einzubauen?

 

Fahrzeuge, die vor der Einführung der gesetzlichen RDKS-Pflicht gebaut wurden, sind auch weiterhin von dieser Pflicht befreit. Bei diesen Fahrzeugen darf ein RDKS-System auch nachträglich nicht eingebaut werden. Fahrzeuge, die nach Einführung der RDKS-Pflicht gebaut wurden, sind bereits ab Werk mit dem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet.

 


Kann man das RDKS deaktivieren?


Bei Fahrzeugen, die laut EU-Verordnung der RDKS-Pflicht unterliegen, ist sicherzustellen, dass dieses sowohl bei der Verwendung von Winter-, als auch von Sommerreifen voll funktionsfähig ist. Somit ist das Abschalten des Reifendruckkontrollsystems gesetzlich untersagt. Bei Fahrzeugen, die über ein optionales RDKS verfügen (also bei einem Fahrzeug mit RDKS, das vor Einführung der RDKS-Pflicht gebaut wurde) empfiehlt NETTO Reifen-Räder-Discount ebenfalls von einer Deaktivierung abzusehen.

 


Was ist beim Reifenwechsel bei Fahrzeugen mit Reifendruckkontrollsystem zu beachten?


Bei Fahrzeugen mReifenwechsel bei RDKS-Reifenit direktem RDKS muss sichergestellt werden, dass alle montierten Räder mit einem Reifendrucksensor ausgestattet sind. Prinzipiell verfügen die Reifendrucksensoren über eine Lebensdauer von fünf bis sieben Jahren, bzw. über eine Laufleistung von bis zu 150.000 km. Allerdings muss die Funktionsfähigkeit der Sensoren bei jedem Reifenwechsel überprüft werden und das dazugehörige Service-Kit ersetzt werden.

Bei der Neumontage von Reifen ist besonders zu beachten, dass in jedem Fall zum Fahrzeug passende Reifendrucksensoren eingebaut werden. Diese Reifendrucksensoren müssen am Fahrzeug angelernt werden, d.h. eine problemfreie Kommunikation zwischen jedem einzelnen Sensor und dem Fahrzeug muss sichergestellt sein. Da für diesen Vorgang speziell geschulte Fachkräfte nötig sind, sollte ein Reifenwechsel bei Fahrzeugen mit direktem RDKS immer in einer Fachwerkstatt mit entsprechend ausgebildeten Mitarbeitern durchgeführt werden.

Bei indirekten Reifendruckkontrollsystemen werden keine zusätzlichen Sensoren am Rad verbaut. Dadurch kann der Reifenwechsel an diesen Fahrzeugen wie gewohnt durchgeführt werden.

 


Was muss ich tun, wenn die Warnlampe des RDKS aufleuchtet?


Leuchtet die Warnlampe des Reifendruckkontrollsystems, so hat dies zwei mögliche Ursachen. Entweder verliert ein Reifen an Reifendruck oder das RDKS hat eine Funktionsstörung. In beiden Fällen ist umgehend eine Werkstatt aufzusuchen, um die Reifenpanne zu beheben oder um das System zu warten.

Die Reparatur des Reifendruckkontrollsystems bei einer Funktionsstörung ist zwingend notwendig, da bei einer Störung nach § 29 StVZO ein geringer Mangel mit Sicherheitsrelevanz vorliegt, der vom Fahrzeughalter umgehend zu beseitigen ist.

 


Was ist bei einer Reifenpanne zu tun?


Druckverlust

Sobald das RDKS einen Reifendruckverlust anzeigt, sollte unverzüglich eine Fachwerkstatt aufgesucht werden. Es empfiehlt sich sogar, das Fahrzeug abzustellen und einen Pannenservice zu kontaktieren, da durch einen Reifenschaden die Fahrsicherheit erheblich beeinträchtigt wird. In der Fachwerkstatt kann der beschädigte Reifen ersetzt und bei Bedarf der neue Reifendrucksensor angelernt werden.

 

 

 

 

 

 


Wie ist das RDKS zu warten?


Das RDKS sollte immer in einer Fachwerkstatt und nicht selbst gewartet werden, da das Fachpersonal entsprechend geschult ist und gerade an den Reifendrucksensoren Mängel und Verschleißerscheinungen erkennt, die dem Laien verborgen bleiben. Suchen Sie daher gezielt nach einer Werkstatt, die sich auf den Service für Fahrzeuge mit RDKS spezialisiert hat.

 


 

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